Bis diesen Mittwoch war in Japan Gorudenuiko, was so viel heißt wie Golden Week. In dieser Woche haben alle Japaner frei. Außer natürlich die armen Schweine die in den Konbinis arbeiten (24/7 haha). Sind aber meistens sowieso Studenten, also halb so schlimm.
Da in dieser Zeit alle Reiseziele innerhalb Japans hoffnungslos überlaufen sind (kann ich nicht bestätigen, vermute ich aber mal) habe ich mich sowie viele meiner werten Mitausländer hier uns entschieden (mann war das kompliziert und ich wette es ist trotzdem nicht ganz korrekt) zu Hause zu bleiben. Ich habe versucht meine Präsentation zu machen und die schwere Hausaufgabe in Separation Science und ansonsten ist nicht viel passiert. Momentan haben wir eine kleine Tradition, die jeden Sonntag auf dem Fußballfeld zelebriert wird. Immer mehr Japaner kommen mit und spielen das Spiel mit dem Ball mit uns. Letzten Sonntag mussten nach 4 Ausfällen (allesamt keine Japaner) 3 Gaijins, 2 Japanerinnen gegen 3 Japaner antreten. Klingt jetzt unfair. Ist es aber nicht wenn man bedenkt, das auf unserer Seite 0 Jahre Fußballspielerfahrung gegen 26 Jahre Fußballspielerfahrung auf der japanischen Seite angetreten ist.
Etwas sollte aber dennoch passieren. Am Mittwoch sind wir: Chris, Colt, ich, Makoto (aus meinem Labor), Takemura (aus meinem Labor) und Ishikawa (komischer Typ der im Kletterclub ist) zum Izumigatake aufgebrochen um diesen 1172m hohen Berg zu besteigen.

1) Die Gruppe ohne Makoto 2) der Weg 3) mit Hindernissen 4) stranger Wald
Dabei muss man wissen, dass wir auf dem ganzen Weg von schrecklichen Insekten verfolgt wurden, die nichts getan haben aber einfach nur da und nervig waren.
Auf dem Berg lag auf halber Höhe sogar noch Schnee rum, was mich ziemlich schockiert hat und meine Schuhe eingeschlammt hat.

1) Geschafft! 2) auch hier gibt's Steinhaufen 3) Warnung vor dem Bären 4) nette Gebrigsbäche
Nach dem wir auf dem schwierigsten Weg oben angekommen waren sind wir einen anderen langen Weg wieder hinuntergegangen, weil wir soviel Zeit hatten. Dumm war nur, dass dieser Weg auf der Skipiste (auf japanisch gerende – na woher kommt das?) entlang führte.

Das Gelände
Dafür konnten wir den Gleitfliegern beim Starten zuschauen.

Go!
Ich muss natürlich noch ein Bild von der tollen Aussicht zeigen, sonst wäre das hier nicht komplett. Makoto hatte mir übrigens gesagt dass ich was warmes zum Anziehen und ein Handtuch mitnehmen soll. Nun hatte mich meine dicke Winterjacke und ein dickes Frotteehandtuch in meinem Rucksack, mein T Shirt an und hab geschwitzt wie ein Hund mit Schweißdrüsen.

1) leider war es ein bisschen diesig 2) Steinschen 3) Makoto mit seinem tollen Hut